INTERESSENVEREIN der DIALYSEPATIENTEN und NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.

-  gemeinnütziger Verein  -



Vereinsfahrt nach Freyburg

Am Sonntag, den 21.September 2008 trafen sich 46 Personen  des IDN Leipzig e.V. 8.45 Uhr in Leipzig am Schwanenteich,  um mit dem Bus vom Kraftverkehr Torgau, gelenkt von Frau  Winter, zu einer Tagesreise nach Freyburg zu reisen. Das Wetter  wusste nicht so recht, was es wollte, die Sonne versteckte sich  hinter einem bedeckten Himmel, aber die Lufttemperatur war  bei ca. 16 Grad recht angenehm.

Vorsichtshalber hatte ich wie manch anderer auch, den Regenschirm in die Tasche gesteckt.
  Als alle gemeldeten Teilnehmer an Bord waren, rollte der Bus fast pünktlich 9 Uhr los, zunächst Richtung Lausen, kreuz und quer durch Leipzig, um schließlich auf die Autobahn A9 Richtung Berlin zu gelangen.
  Die Stimmung im Bus war ruhig, manch einer schlummerte noch, andere blickten hinaus zur vorbeiziehenden Landschaft und auch besorgt zum Himmel mit der Frage: "Wird das Wetter trocken bleiben?"

Die Stimmung änderte sich jedoch plötzlich, als wir immer langsamer fuhren und fast zum Stehen kamen. Stau, Stopp and Go hieß es nun für fast eine Stunde. Geduldig meisterten wir diese Zeit. Schließlich ist Geduld ja eine Stärke von uns Dialysepatienten!
  Trotz der Verspätung kamen wir fast pünktlich nach Naumburg zur Schiffsanlegestelle.

Und siehe da: Unser Schiff lag bereit, allerdings auf der anderen Uferseite. So wurden wir zunächst in zwei Gruppen mit der Fähre übergesetzt Und als der Dampfer voll besetzt war, konnten wir die herrliche Gegend an unseren Augen vorbei ziehen lassen.
  Nicht umsonst trägt dieser Abschnitt der Unstrut den Namen Blütenzauber. Zwar war von Blüten zu der Jahreszeit wenig zu sehen, dafür bewunderten wir die zahlreichen Weinhänge und die große Neuenburg.

Während des gemütlichen Dahinschipperns, ließ sich manch einer ne Tasse Kaffee schmecken oder ein anderes Getränk. Kaum hatten wir das Schiff verlassen, waren es nur wenige Schritte  bis zum Bus, wo uns Frau Winter erwartete. Nach nur kurzer Fahrt durch Freyburg stiegen wir am Restaurant zur "Sonnenuhr" aus. In dem historischen Weinrestaurant war genug Platz für uns alle und ein jeder konnte in Ruhe auf sein bereits ausgesuchtes Essen neugierig sein.

Das Essen kam zügig, dank unserer tüchtigen Organisatoren der Fahrt, die vorsorglich die Essensbestellung schon vor Abfahrt in Leipzig entgegengenommen und dem Restaurant per Telefon mitgeteilt haben. Ein Dank dafür extra! Ebenso für das Essen selbst bzw. das ausgesuchte Lokal, wo uns allen das Mittagessen recht gut mundete. Manch einer probierte noch ein Gläschen "Federweiser" der ganz aktuell in der Gegend weit verbreitet ist.

Gegen 14 Uhr hieß es aufbrechen zur Rotkäppchensektkelterei. Wieder fuhr uns der Bus weiter durch Freyburg, kreuz und quer durch viele enge Straßen und an historischen Gebäuden vorbei, eine wahre Augenweide! 

  Und unsere Hochachtung galt dabei Frau Winter, wie sie gekonnt den großen Bus durch die Altstadt manövrierte. So kamen wir sogar etwas vorzeitig an der Sektkelterei an, so kurz nach halb 3. Für 15 Uhr war unsere Führung bestellt. Die verbleibende Zeit nutzte jeder nach Wahl, es gab auch draußen schon viel zu sehen:

Der riesige historische Gebäudekomplex in den Fels getrieben, die  herrlichen Weinreben, die voller Trauben in rot, blau und grün  hingen. Sie ließen einem schon förmlich das Wasser im Munde  zusammenlaufen. Auch gab es Stände im Freien, wo Sekt  ausgeschenkt wurde. Der Sekt hieß früher ''Monopol''. Die Kelterei liegt im nördlichsten deutschen Weinanbaugebiet der Saale/Unstrut. Dien Gebäude sind denkmalgeschützt. 

Unser Führer zeigte uns dann die historischen Kellergewölbe, zuerst die zweite Etage. Dort lagern unzählige Holzfässer und es roch eigenartig. Obwohl die Fässer alle leer waren und nur noch zu Demonstrationszwecken hier liegen. Nun bat er eine Person aus unserer Gruppe zu sich, die in ein Fass kriechen sollte.Schnell meldete sich die jüngste Teilnehmerin Nicole. Für sie war es eine kleine Hürde in das Fass durch eine kleine Holztür hinein zu steigen. Sie machte es sich bequem darin. Wir konnten Nicole gut durch den gläsernen Fassboden sehen und sogleich brach ein Blitzlichtgewitter über den lustigen Anblick herein. Danach wurden wir zu einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit geführt;

Zum Riesenfass, was 5 Stockwerke überdeckt. Es wurde aus 25 Eichen hergestellt und ist mit zahlreichen Schnitzereien versehen. Diese Augenweide fotografierten natürlich fast alle, die einen Apparat dabei hatten. Dann stiegen wir im Keller ein paar Stockwerke höher, dorthin, wo der teuerste Sekt hergestellt wird und das ist die Flaschengärung. Ein recht aufwendiger Prozess, der viel Handarbeit benötigt. Schließlich müssen die Flaschen täglich in eine bestimmte Richtung von Hand gedreht werden. Daher auch der Name dieser Kelleretage Rüttelkeller. Da trifft der Spruch '' Arbeit ist des Bürgers Zierde'' - welcher im Saal der Sektkelterei zu lesen war, wohl voll zu.

Im Anblick des Wandspruches standen auf Tischen unzählige gefüllte Sektgläser für uns bereit und jeder Besucher durfte sich bedienen und es sich munden lassen. Ich probierte ein Glas ''Rose'' eine noch ziemlich neue Sektspezialität. Er schmeckte mir köstlich. Uns während sich jeder dem Geschmack seines Sektes widmete, klärte uns der Führer noch über die verschiedenen Sorten des Hauses auf. Von Extra Trocken, über Mild und Rose, Rubin bis alkoholfrei. Seit 1966 gibt es auch Sekt für Diabetiker. Außer Sekt werden hier auch vier verschiedene Weine abgefüllt.

Dann verwies er noch auf den Hausverkauf, wo natürlich all Sorten zu haben sind. Diese Möglichkeit nutzten viele von uns gern, ich ebenso. In meiner Tasche klapperten 3 Flaschen, zwei Rose und eine alkoholfrei. Die Führung war nach gut einer Stunde zu Ende und ich fand sie wirklich sehr interessant.

Laut Tagesplan war nun Freizeit geplant, um Freyburg zu Fuß zu ergründen. Frau Winter bot uns einen Vorschlag an: ''Wenn ihr wollt, fahre ich euch hoch zur Neuenburg!'' Das gefiel uns allen gut und schon rollten wir bergauf. Auch hier meisterte Frau Winter manch Hürde und fuhr uns fast bis in den Schlosshof rein!

Wir stiegen aus und bestaunten die riesige Burg von außen. Doch plötzlich setzte Regen ein, dien Schirme wurden aufgespannt und jeder suchte ein trockenes Plätzchen. Wir fanden das Schlosscafe und ließen uns Kaffee und Kuchen schmecken und dabei die teils nassen Sachen trocknen. Mit Schirmen gut ausgestattet, liefen wir zügig zu Fuß bis zum Parkplatz, wo unser Bus stand.

Nach und nach nahm jeder wieder seinen Platz ein und als alle da waren, startete Frau Winter. Für die Rückfahrt wählte sie gleich die Landstraßen, was sich als sehr positiv herausstellte. Die Flaschen klapperten auf den Sitzen und Frau Winter trug manchen Witz zur Belustigung vor. Leider weiß ich keinen mehr, aber sie waren lustig, das weiß ich noch. So kamen wir pünktlich gegen 19:00 Uhr in Leipzig an. Eine Reise voller schöner Eindrücke war zu Ende.

Ein Dankeschön den fleißigen Organisatoren vom IDN Leipzig e.V.!

K.Fried.

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