INTERESSENVEREIN der DIALYSEPATIENTEN und NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.

-  gemeinnütziger Verein  -



Kabarett -SanftWut - 2017

Unser Kabarettbesuch am 13. September 2017 bei „SANTWUT“

Ein Programm von und mit Uta Serwuschok und Thomas Störel

„Lieber zu heiß gebadet als kalt erwischt“ 

Unsere reservierten Plätze waren in vorderster Reihe und es gab für uns zahlreichen „engen“ Kontakt  besonders mit Manni, in seinen diversen Rollen, mit denen er durch das Programm führte. So beispielsweise als Manni um perfektes Aussehen bemüht, heißt sein Haar und Scheitel in Form zu halten, zeitweilig Kamm und Blumensprüher als ständige Begleiter bei sich hatte und dabei natürlich auch mal  etwas Sprühwasser, ganz Ausversehen, in Richtung Zuschauer ging ;-). 


Gleich zu Beginn erfragte  Manni, ob nur Sachsen oder auch Ausländer im Raum sitzen: Ja, aus Ludwigshafen und Nürnberg.  „Schön, fast international … und auch mit Migrationshintergrund?“ Das sei wichtig zu wissen, um bei  Mundart behilflich sein zu können bzw. um zu verstehen, wenn es mal keine Reaktionen vom Publikum  geben sollten, weil es um unsere „frühere“ sächsische Vergangenheit geht. Programmschwerpunkt war  wieder das Traumpärchen Moni und Manni, das wie immer in ständig wechselnder Verwandlung war  und sich dabei u. a. für das Verhältnis von Mann und Frau interessierte, aber auch für Opas Gebiss und  die Bundestagswahl. Zum Letzteren gab es Beifall für die Feststellung, dass die SPD zum Jahresanfang,  passend für das Luther-Jahr, ihren Joker aus dem Ärmel zog: 

M A R T I N SCHULZ! 

Und als Ergänzung folgte gleich noch eine Parodie auf das Lied „Martin“ von Mirielle Mathieu (1969), wobei wir als Publikumschor begeistert bei jedem „Martin“ als Echo einfielen. 

In der 20-minütigen Pause konnte natürlich jeder seinen persönlichen Wünschen und Bedürfnissen nachgehen und für die, die auf ihren Plätzen verweilten, wurden u. a Fett-Bemmchen mit saurer Gurke (für 1 €) angeboten. Lecker ;-) ! Gestärkt und erwartungsvoll auf das, was noch folgen könnte, haben wir Manni empfangen. Er setzte die, im ersten Programmteil begonnene, „Eintreibung“ einer Speichelprobe fort. Dazu war er als Polizist aus „Neugerschdorf“ (= pure Akrobatik für seinen Kiefer!) abgestellt worden, zwecks Leipzig-Unterstützung. Als u. a. unsere Uta Schulz ein Ohrstäbchen für die Speichelprobe erhielt und es in ihr rechtes Ohr steckte, hat Manni nicht schlecht geguckt! Es gab auch eine Verweigerin in unserem Kreis und prompt nahm Manni seinen eigenen Speichel … in „Neugerschdorfer“ Mundart erklärte er uns dann noch, dass die Proben in eine Flüssigkeit getaucht werden und je nach Färbung das Bundesland erkennbar wird: 

„rot“ für Thüringen, 

„grün“ für Baden Württemberg und für Bayern? 

Wir dachten sofort „schwarz“, aber 

Manni überrasche erneut mit Witz: „sjodlt“! … 

Mit schwungvollen Liedern zeigte das Duo Moni und Manni mal wieder seine hohe Musikalität. Manni begleitete zeitweilig mit Akkordeon oder am Flügel. Wie beide Akteure Alltagsprobleme mit frechem Witz darstellten und der großen Politik zu Leibe rückten, begeisterte uns an vielen Programmstellen. Ach ja, inzwischen ist uns der Ausgang der Bundestagswahl bekannt, an jenem Abend aber sangen wir noch schmunzelnd den Refrain mit 

„… wenn‘wr wüssten wie’s Watter wär’n wird, wüsst’mer wie de Wahl werd …“. 

Moni und Manni regten auch zum Nachdenken an, so wiederholen sie beim Thema Wahl in einem Refrain “Wir singen sanft, aber haben Wut“ (getreu ihrem Namen “Sanftwut“). 

Dies soll als winziger Programmausschnitt genügen und ich kann es jedem Leser nur empfehlen: Gönnen Sie sich einmal einen Besuch bei Kabarett „Sanftwut“ in der Mädler Passage. Die Teilnahme an dieser IDN-Veranstaltung waren wieder einmal gut eingesetzte Euros und wie schon im Programm versprochen, wurden die zwei Stunden ein Totalangriff auf unsere Lachmuskeln ;-) ;-) ;-) !

Mit freundlichen Grüßen U. Lot.

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