INTERESSENVEREIN der DIALYSEPATIENTEN und NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.

-  gemeinnütziger Verein  -



Besuch im Naturkundemuseum

Unser Besuch im Naturkundemuseum Leipzig

Zu einem Besuch im Naturkundemuseum in Leipzig, trafen sich am 22. Februar 2005 14 Interessierte. Pünktlich 16:00Uhr begann unser Rundgang mit einer 1 1/2 Stündigen Führung mit einer netten Mitarbeiterin des Hauses.

Als Erstes sahen wir uns die zur Zeit vorgestellte Sonderausstellung an, hier wurde uns vom "Ausstopfen"  Entschuldigung es muss Präparieren von Tierkörpern heißen erzählt, und an Hand der Ausstellungsstücke wurden die Unterschiedlichen Methoden der Tierpräparation erläutert. Wir erfuhren, das der Begründer Hermann H. ter Meer von 1907 bis 1934 hier in Leipzig lebte und wirkte, er hat durch die Entwicklung seiner dermoplastischen Präparationsmethode ein entscheidendes Kapitel der internationalen Geschichte der Tierpräparation geschrieben. Im Museum befinden sich 232 Präparate es ist die umfangreichste Sammlung von Exponaten aus der Hand ter Meer's. Was ist eine Dermoplastik?
Es umschreibt ein Verfahren zur naturgetreuen Präparation von Wirbeltieren, bei dem ein nachgebildeter Tierkörper mit gegerbter Haut überzogen wird.
Von der naturgetreuen Nachbildung konnten wir uns dann in der 1.Etage überzeugen.
Hier "thront" auf einem Sockel, über all den anderen Tieren, der damals zuletzt lebende Löwe aus dem Leipziger Zoo, Tamrin. Er verstarb bzw. wurde eingeschläfert am 12.Juli 2000 im Alter von 19 Jahren. (in Freiheit hätte er nie dieses Alter erreicht) Wir wurden gebeten die Präparierten Tiere nicht anzufassen da das Fell mit Chemikalien haltbar gemacht wird. Dafür konnten wir ein unbehandeltes Stück Löwenfell befühlen. Toll und so weich.
Unsere nette Begleiterin erzählte uns das bei dem Gestalten des Kopfes besondere Sorgfalt zu geschehen hat, weil der Gesichtsausdruck der Bewegung des Körpers entsprechen muss.


Weiter ging es in die 2.Etage über das Treppenhaus, wo sich zwei Großgemälde auf den Treppenabsatz befinden, sie entstanden 1940-1941 von dem Leipziger Maler Emil Block.
In dieser Etage befindet sich eine umfassende Sammlung zur Pflanzen und Tierwelt unserer Heimischen Landschaft. In sogenannten Dioramen zeigt man Tiere in einem Ausschnitt ihrer natürlichen Umwelt.
Vor solch einem Dioramen mit einer Igelfamilie, konnten wir ein Igelfell befühlen und die "Verteidigungswaffen" des Igels richtig unter die Lupe nehmen. Gefragt wurden wir, ob jemand weiß wie wohl die Igelbabys geboren werden mit oder ohne Stacheln?
Außerdem erfuhren wir noch viel interessantes und wissenswertes, über unsere heimische Fauna und Flora.
In der 3.Etage befindet sich eine Sonderausstellung "10 000 Meter unter Leipzig - Ergebnisse aus 150 Jahren geologischer Forschung". Hier werden die geologischen Verhältnisse des Leipziger Raumes auf aktuellem Kenntnisstand dargestellt.
Nach der sehr ausführlichen Führung, die uns allen sehr gut gefallen hat, konnten wir uns noch selbstständig umsehen was wir auch ausgiebig getan haben.
Vielen Dank an das Naturkundemuseum, ein Besuch lohnt sich immer.
C.  Kir.

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