INTERESSENVEREIN der DIALYSEPATIENTEN und NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.

-  gemeinnütziger Verein  -



Besichtigung der Reudnitzer Brauerei 


Etwa 15 Mitglieder unseres Vereins trafen sich am Nachmittag des 13.April 2010 an der Pforte des Betriebes zur Besichtigung der Reudnitzer Brauerei.

Eine nette Mitarbeiterin führte unsere Gruppe zunächst in den ''Sterni - Fanclub'', der seinen Namen dem hier produzierten Strernburg - Bier verdankt. Wir erhielten einen Einblick in die Geschichte der Brauerei. Außerdem erfuhren wir, dass ''Reudnitzer'' über verschiedene Verflechtungen letztlich mit zum Dr. - Oetker -Konzern gehört, dessen Geschäftsfeld sich nicht nur auf Lebensmittel beschränkt. 

Nun begann die eigentliche Führung mit dem Besuch im angenehm warmen Sudhaus. In 40.000 Liter fassenden Edelstahlkesseln wird hier Maische angesetzt. Das in der eigenen Mühle geschrotete Malz wird in den Kesseln von den Spelzen befreit, die als Trester in einem Silo gesammelt und in der Landwirtschaft als Futter verwendet wird.

Im nächsten Kessel wird dem Gemisch Hopfen zugeführt. Dieser wird vom Erzeuger in Konzentrat-form geliefert. Dies geschieht um Transportraum zu sparen. Konservierungsstoffe werden nicht zugeführt, denn nach dem deutschen Reinheitsgebot darf Bier nur aus den Naturprodukten Wasser, Gerste, Hopfen und Hefe gebraut werden. Anschließend werden der fertigen Maische Wasser und Hefe zugesetzt. In großen Gärtanks, von denen jeder 300.000 Liter fasst, kann nun die alkoholische Gärung erfolgen.

Es dauert etwa fünf Tage, bis die Hefebakterien den Zucker in Alkohol umgewandelt haben. Die Hefe sinkt nach unten, weshalb man auch von untergärigem Bier spricht. Das bei der Gärung freiwerdende Kohlendioxid wird aufgefangen und später bei der Abfüllung des Bieres verwendet. Zuvor durchläuft das fertige Bier noch die Filtration, um alle Trübungen zu beseitigen. Diese sonnen zwar den Geschmack nicht beeinflussen, doch die meisten Biertrinker bevorzugen klare Biere.

Es folgt der für mich beeindruckendste Teil der Führung: die Abfüllanlage. In jedem der zwei Abfüllkarussells können bis zu 50.000 Flaschen pro Stunde befüllt werden. Zuvor werden die Flaschen aus den Kästen genommen, von den Etiketten befreit, gereinigt und nochmals geprüft. Nach dem Befülle in der kreisförmigen Füllanlage werden die Flaschen sofort verschlossen. In der Etikettiermaschine erhalten sie den jeweiligen Markennamen. Schließlich wandern sie wieder in ''Zwanziger Gruppen'' in die Kästen. Das dies alle vollautomatisch geschieht, versteht sich bei einer Menge von 13 Flaschen pro Sekunde von selbst.

Den Abschluss findet unser Rundgang bei einer Bierverkostung in der zum Brauhaus Reudnitz gehörenden Gaststätte ''Hopfenspeicher''. Dazu gibt es einen kleinen Exkurs in die Geschichte des Bierbrauens und zu jedem Bier einen originellen Trinkspruch. Besonderen Anklang finden die ''dialysegerechten'' Achtel-Liter Biergläser, von denen einige käuflich erworben werden. 

In leicht bierbeschwingter Stimmung fand ei interessanter Nachmittag seinen Abschluss.

P.K. 



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