INTERESSENVEREIN der DIALYSEPATIENTEN und NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.

-  gemeinnütziger Verein  -



Vereinsnachmittag - Sport nach Transplantation

Für unseren Vereinsnachmittag am 25. April 2012 hatten wir an alle die Frage: Sport nach Transplantation - geht DAS? gestellt und dazu zwei kompetente Gäste eingeladen. Zum einen Herrn Eule, ein 54-jähriger nierentransplantierter Patient aus Königswartha und Frau Streubel von der Firma Novartis. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Frau Streubel Herrn Eule zu Hause abgeholt und auch wieder gut nach Hause zurück gebracht hat. Danke dafür! 

Es sollte wieder ein informativer Nachmittag werden! Das hatten auch noch 10 weitere Personen gedacht und so war unser Vereinsbüro dieses Mal sehr gut besucht. Herr Eule, von der Statur schon eine sehr "drahtige" Erscheinung, erzählte uns etwas über seine Krankheitsgeschichte, dass er nunmehr 20 Jahre transplantiert ist, wie er zum "Leistungs" Sport kam und seinen dazu gehörigen Tagesablauf. Allgemeines Fazit: Sport ist sein Leben! Er habe schon immer Sport getrieben und ohne Sport könne er nicht sein. Den Sport betreibt Herr Eule sehr akribisch, er bereitet sich auf Wettkämpfe sehr diszipliniert vor. So hat er zum Beispiel an der WM der Organtransplantierten (World Transplant Games) 2009 in Australien im Weitsprung Silber und 2011 in Göteborg im 400m Lauf Silber gewonnen.

Natürlich ist das nichts für uns "Otto-Normal-Verbraucher", aber der Weg ist das Ziel! Herr Eule ermutigte uns, Sport angepasst zu betreiben, also nach Möglichkeit und Erfordernissen der jeweiligen Person. Dazu kann man vielleicht mal in Zukunft eine Station eher aus der Straßenbahn aussteigen, um den letzten Rest des Weges zu Fuß zu gehen oder man geht am Aufzug vorbei und läuft die Treppe - mit anderen Worten den inneren Schweinehund überwinden und somit etwas Gutes für die Gesundheit zu tun. Es muss ja nicht gleich ein Jahresvertrag im Fitnessstudio sein. Der Spaß und die Freude sollen trotzdem nicht zu kurz kommen.

Ob Dialysepatient, Transplantierter oder Wartepatient - es ist immer gut, richtig und wichtig, sich fit zu halten. Denn das unterstützt und beschleunigt den Heilungsprozess! Zum Schluss wurden noch einige Fragen an Frau Streubel und Herrn Eule gestellt. Frau Streubel fungierte im Übrigen nicht nur als "Taxifahrerin", sondern hatte auch für alle Infomaterial dabei und auch für das leibliche Wohl noch etwas Gebäck! Also rundum eine gelungene Unterstützung durch die Fa. Novartis.

C.Kirs/I.Schö

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