INTERESSENVEREIN der DIALYSEPATIENTEN und NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.

-  gemeinnütziger Verein  -



Vereinsausflug nach Dresden

Unsere Vereinsfahrt führte uns dieses Jahr in unsere Landeshauptstadt Dresden. Es hatten sich so viele Interessenten gemeldet, dass leider sogar einige abgewiesen werden mussten. So wurde der Bus mit 49 mitfahrenden Patenten, deren Angehörigen sowie Schwestern spielend voll. Es ging pünktlich 7:45 Uhr von der Goethestraße aus los. Die Sonne lachte schon am frühen Morgen und nach einer Fahrt von ca. 2 Stunden waren wir am vereinbarten Treffpunkt, an dem eine Stadtführerin aus Dresden mit in den Bus steigen sollte. Sie hat uns während der 2-stündigen Fahrt durch Dresden und deren Vororte ausführlich und informativ über viele Sehenswürdigkeiten erzählt. Wir begannen die Rundfahrt am Zwinger, was soviel bedeutet wie ''zwischen zwei Stadtmauern'', am großen Garten entlang, dann zum Elbufer und weiter durch die Dresdner Heide zur Neustadt. Am ''schönsten Milchladen der Welt'' - Pfunds Molkerei - in der Dresdner Neustadt machten wir dann auch einen Besichtigungsstopp - fotografieren war in Laden untersagt. Der gesamte Laden ist mit handgemalten Fliesen von Villeroy & Boch ausgestattet und wurde 1998 ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Das war eine Augenweide.

Auf der gesamten Strecke hat man gesehen, wie viele Häuser und Schlösser es in Dresden gibt, die noch restauriert werden müssen. Dagegen gibt es aber auch sehr schön rekonstruierte Gebäude, die wieder im alten Glanz erstrahlen und auf jeden Fall ein Bild wert sind. Die Stadtrundfahrt endete dort wo sie begann - mit einem kurzen Abstecher durch den Zwinger. Dann fuhren wir mit dem Bus nur einen kurzen Weg zum Mittagessen. Das war im Kuppelrestaurant der ''Yenidze'' reserviert. Der Name Yenidze geht auf den für Hugo Zietz wichtigen Lieferort von Tabak, einem türkischen Anbaugebiet zurück. Hugo Zietz gründete die orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik Yenidze. 

Nach dem Essen war eine Besichtigung der Semperoper gebucht. Dort kamen wir auch pünktlich an und durch das Haus führte uns eine sehr kompetente und wahrscheinlich auch schon langjährige Angestellte der Semperoper. Sie erzählte uns zuerst einige Fakten zum Haus. Wir erfuhren das dies bereits die 3. Semperoper ist. 1838 begann Gottfried Semper mit dem Bau des ''Ersten Königlichen Hoftheaters''. Nach der Zerstörung der ersten Semperoper 1869 durch einen Brand wurde bereits1871 mit dem Bau des Zweiten Königlichen Hoftheaters begonnen. Sieben Jahre nach Baubeginn wurde die Oper mit der Aufführung von Webers ''Jubelovertüre'' und Goethes ''Iphigenie auf Tauris'' eingeweiht. Die Oper war bei weitem größer als die abgebrannte alte Oper und war weiter nach hinten verlagert worden, um mehr Raum für den Theaterplatz zu gewinnen. Am 13.02.1945 wurde die Stadt Dresden bei Bombenangriffen zerstört. Auch die Semperoper wurde dabei schwer getroffen. Es existierten nur noch die Außenmauern und einige Skulpturen. Im Gegensatz zu vielen anderen historischen Gebäuden Dresdens gingen die Ruinen jedoch nicht bei den Aufräumarbeiten verloren. Bereits 1952 wurde die Außenfassade der Semperoper gesichert und damit ei späterer Aufbau gesichert. 

1977wurde dann der Grundstein für die neue ''Dritte'' Semperoper gelegt. Sie wurde weitgehend originalgetreu rekonstruiert. Um den veränderten Anforderungen an moderne Bühnen gerecht zu werden, nahm man allerdings kleine Änderungen vor. Leider wurde die Semperoper im August 2002 schwer durch die ''Jahrhundertflut'' beschädigt. Elbwasser drang bis zu 8m hoch in die Semperoper ein. Die Kellergeschoße und Treppenhäuser wurden teilweise schwer beschädigt. Auch die Technik der Semperoper wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.

Dieser schlimmen Tatsache haben wir es zu verdanken, dass die Semperoper heute die modernsten Spielstätten ihrer Art auf der Welt ist. Wir hätten den Ausführungen der Angestellten des Hauses noch stundenlang folgen können, weil sie so bildhaft erzählen konnte, aber leider war nach 50 min Schluss und der nächste Treff war an der Anlegestelle der Dresdner Dampfschifffahrt. Dort empfing uns der Busfahrer mit ''einer guten und einer schlechten'' Nachricht. Zuerst die schlechte: unser Dampfer war schon weg. Aber das Gute kam gleich danach - wir konnten nach einem ca. 1-stündigen Aufenthalt mit dem nächsten Dampfer zum Schloss Pillnitz fahren. So unternahm jeder noch eine Kurzbesichtigung der Stadt oder suchte sich einen Platz in einem Lokal auf einen Kaffee. Der Personendampfer ''Stadt Wehlen'' fuhr 16:00 Uhr auf der Schlössertour Richtung Schloss Pillnitz. So sahen wir noch einmal viele Sehenswürdigkeiten, die wir am Morgen aus dem Bus gesehen hatten, nun aus Richtung Wasser. Nach 90 min kamen wir an der Anlegestell Schloss Pillnitz an. Nun hatten wir noch einmal 45 min Zeit, um vielleicht einen Spaziergang durch den Schlosspark zu machen. Pünktlich 18:30 Uhr fanden sich alle am Bus ein und wir fuhren gut 90 min über die Autobahn wieder nach Leipzig.

Wir haben diesen Tag sehr genossen. Alles hat gepasst: Das Wetter war Spitze, das Essen hat geschmeckt und unsere beiden Busfahrer haben uns gut chauffiert. Allen Organisatoren einen besonders herzlichen Dank dafür.

I.Schö

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