INTERESSENVEREIN der DIALYSEPATIENTEN und NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.

-  gemeinnütziger Verein  -



Historische Stadtrundfahrt 2004


Unsere historische Stadtrundfahrt durch Leipzig mit "Seiferts Oskar"

Am 10.10.2004 trafen sich auf dem Augustusplatz, gegen 14:00 Uhr, 27 interessierte Personen zu einer 1,5 stündigen historischen Stadtrundfahrt. Als Reiseleiter fungierte Seiferts Oskar, ein Leipziger Original.

Nach dem Einsteigen wurde ein kleines Kaffeegedeck, gesponsert von der "Firma Engel und Kirsten", serviert. Vielen Dank. Los ging es in Richtung Gohliser Schlösschen, vorbei am neuen Rathaus, es ist übrigens das größte in 

Deutschland, und am Rosental, wo es keine Rosen gibt. Dabei wurde uns erzählt, das August der Starke hier ein Schloss bauen wollte, aber dann doch darauf verzichtete. 

Am Mückenschlösschen vorbei, an dem sich der größte Biergarten von Leipzig befindet ging es hinein ins Waldstraßenviertel, welches das größte zusammenhängende Gründerzeitviertel in Deutschland darstellt.

Dabei wurde uns erklärt, wie die Sanierung der Häuser nach der Wende gelaufen ist und das die Mieten bei 23 DM pro qm lagen, und das jetzt die Mietpreise wieder normale Werte erreicht haben. 

Oskar redete die ganze Zeit ununterbrochen. 

Weiter fuhren wir Richtung Leipzig Arena über die Marschnerstraße. Das Leipzig die meisten Schrebergärten pro Kopf

hat und wie der Johannapark zu seinen Namen kam war für einige neu.  

Vorbei am Bayrischen Bahnhof, dem ältesten Kopfbahnhof der Welt, sowie am Hotel Bayrischer Platz (hier verweilte Karl Marx mit seiner Tochter Jenny und konnte den Aufenthalt nicht bezahlen), ging die Fahrt zum Deutschen Platz, hier befindet sich die Deutsche Bücherei. Sie beherbergt z. Zt. ca. 13 Mio. Bücher und ist damit die größte Bücherei in Deutschland. 

Ein kleiner Zwischenstopp am Völkerschlachtdenkmal wurde von allen "Mitfahrern" gern angenommen.  Hier erzählte Oskar die ursprüngliche Bedeutung des Bauwerkes und erläuterte uns die darin bzw. darauf befindlichen Figuren und warum es die Amerikaner trotz ihrer ursprünglichen Absicht nicht gesprengt haben.

Am Napoleonstein (vielleicht weiß jemand wo der steht) erfuhren wir den Grund weshalb Napoleon seinen Zweispitz nach der verlorenen Schlacht wegwarf. Auf der Prager Straße fuhren wir zurück Richtung Innenstadt, an der ehemaligen Wetterstation vorbei, welche der "Wettergott" Kachelmann aus Frust verlies. An J. S. Bachs ehemaliger Grabstätte, dem Johannesfriedhof vorbei, ging es zum Grassimuseum welches die zweitgrößte Musikinstrumentensammlung der Welt beherbergt. 

Als letzten Teil der Reise, passierten wir das Graphische Viertel, aber leider sind vor kurzen die letzten zwei Verlage weggezogen. Zum Abschluss dieser Tour bedanken wir uns bei dem Veranstalter "Elkes Oldtimer Tours" und vor allem bei Seiferts Oskar für seine vielen Hintergrundinfos und Anekdoten zur Stadtgeschichte von Leipzig. 

Als Fazit meine ich, eine sehr gelungene Rundfahrt. Wir haben viel Neues gehört, Wissenswertes gesehen, und einen schönen Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein verlebt.

L.P.





zurück